Besuch der Klassen 10a und 10s beim Saarländischen Landtag

 

Am Dienstag, den 19.12.2017 besuchten die Klassen 10a und 10s der GemS Schaumberg Theley  mit ihren Fachlehrern Frau Bärbel Schmitt und Herrn Thorsten Weber den Landtag des Saarlandes als Abschluss der Unterrichtseinheit „Das Saarland in der Großregion“ im Fach „Gesellschaftswissenschaften“.

 

Nach der Begrüßung am Eingang des Landtagsgebäudes durch Herrn Dr. Ralf Riemann, Leiter des Sachgebiets „Öffentlichkeitsarbeit“, wurden die Schülerinnen und Schüler in den Ple- narsaal geführt, wo sie auf den Stühlen der Fraktionsmitglieder Platz nehmen durften. Hier fand daraufhin ein Rollenspiel statt, um sie mit den Abläufen eines Parlaments vertraut zu machen. Es wurden sowohl eine Landtagspräsidentin als auch ein Ministerpräsident unter den Schülern gewählt, die anschließend die entsprechenden Plätze einnehmen mussten und ihr Wort an die Abgeordneten richteten.

 

Nach einer gemeinsamen Frühstückspause folgte ein Gespräch in Form einer regen Fragestunde mit Abgeordneten der im Landtag vertretenen Fraktionen. Herr Flacus (die Linke), Herr Zeyer (CDU) und Herr Zimmer (SPD) beantworteten nicht nur politische Fragen, wie beispielsweise zum Stand der aktuellen Diskussion zu G8 oder G9, sondern auch persönliche, etwa nach der Höhe der Abgeordnetengehälter. Darüber hinaus interessierten die jungen Besucher der Tagesablauf eines Abgeordneten und dessen Motivation zur politischen Betätigung.

 

Ein großes Anliegen des Landtages besteht darin, solche Führungen für Gruppen zu ermöglichen, um die politische Öffentlichkeitsarbeit voranzutreiben. Wesentlicher Punkt ist dabei vor allem, junge Menschen im Land an die Politik heranzuführen und ihnen wichtige bürgerliche Rechte, wie z. B. das Petitionsrecht, nahezubringen.

 

Die Schülerinnen und Schüler konnten die Heimfahrt mit dem Gefühl antreten, einen interessanten Einblick in die politische Struktur unseres Bundeslandes erhalten zu haben.

 

 

Kinderklimaschutzkonferenz für Schüler der Klasse 5b

Zu aktiven Klimaschützern wurden die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5b der Gemeinschaftsschule Schaumberg Theley am Dienstag, 17.10.17, im Rahmen des St. Wendler Projektes „Schüler.Unternehmen.Klimaschutz.“ ausgebildet.

 

Unter der Leitung von Mona Dellbrügge vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) mit Sitz am Umwelt-Campus Birkenfeld, setzten sich die Kinder nicht nur theoretisch, sondern auch in spannenden Experimenten mit dem Thema Klimawandel auseinander. Immer begleitet wurden sie dabei vom Stoffmaskottchen Kuno, dem Eisbären.

Das Schicksal der Eisbären und Robben lag den Schülern besonders am Herzen, da sie gelernt haben, dass ‚Kuno‘ nur überleben kann, wenn das Eis am Nordpol erhalten bleibt und nicht schmilzt.

 

Wie sich die Klimaerwärmung für die Erde anfühlen könnte, wurde den Schülern in einem Rollenspiel nähergebracht, bei dem der 10-jährige Joshua , der die Erde verkörperte, viele CO2 Schichten in Form von dicken Jacken aufgelegt bekam.

„Ich kann nicht mehr!“, stöhnte er irgendwann und war froh, die symbolische CO2 Schicht wieder ablegen zu können, im Gegensatz zur echten Erde, die wohl auch unter der Belastung leidet.

 

Das Thema ‚Erneuerbare Energien‘ durften die Kinder bei strahlendem Sonnenschein auf dem Schulhof an Legoautos, die mit Solarzellen bestückt waren, erfahren. Hier bemerkten aufmerksame Schüler auch sofort, dass das ‚Firmenauto‘ des Umwelt-Campus ein Elektroauto ist . Daraufhin entwickelte Jean-Pascal die Idee, später einmal ein Auto zu entwerfen, das sowohl mit Solarzellen, auch als mit Elektroanschluss fährt. Die zukünftige Studentengeneration für Birkenfeld ist also gesichert!

 

Das Fazit für alle zog Tonia am Ende der 6. Stunde:

„Ich hatte mir das ziemlich langweilig vorgestellt, aber der Tag heute hat unheimlich viel Spaß gemacht!“

 

Ein besonderer Dank geht an die Firma ‚corona plus‘ aus Theley, deren Geschäftsführer Holger Peter, selbst ehemaliger Schüler der damaligen Realschule, nicht nur einen finanziellen Beitrag leistete, sondern auch als Pate den ganzen Morgen aktiv am Geschehen beteiligt war.

GW-Lehrer Jan Kohlhaas, Bürgermeister Hermann Josef Schmidt und Schulleiter Dr. Eric Planta (v.l.n.r.) inmitten der Schüler der Klasse 6a auf dem Schulhof der Gemeinschaftsschule Theley. Foto: N. Conrad.
„Bürgermeister-Fragestunde“ an der Gemeinschaftsschule Theley mit Hermann Josef Schmidt   
Interessante Fragen im GW-Unterricht der Klasse 6a  
 
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a an der Gemeinschaftsschule Theley und ihr Lehrer für das Fach Gesellschaftswissenschaften (GW), Jan Kohlhaas, konnten vergangene Woche einen besonderen Gast im Unterricht begrüßen: Tholeys Bürgermeister Hermann Josef Schmidt kam zur „Bürgermeister-Fragestunde“, in der er mit Fragen zu seiner Arbeit als Bürgermeister buchstäblich gelöchert wurde: Wie voll ist der Terminkalender eines Verwaltungschefs? Wo muss in Zukunft gespart werden? Wie gut klappt die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat oder den Ortsvorstehern? Was passiert, wenn die Gemeinde mehr Geld ausgibt, als sie einnimmt?  
Diese und viele weitere Fragen, die die Schüler im Unterricht vorbereitet hatten, wurden von Hermann Josef Schmidt, wie gewohnt sachkundig, beantwortet. 
Außerdem schilderte er seinen Weg in die Politik, der bereits im Alter von 14 Jahren mit der Mitarbeit in einer politischen Jugendorganisation begann. Durch seine Berufsausbildung konnte er seine kommunalpolitischen Kenntnisse weiter vertiefen. Seine tägliche Arbeit mit Menschen und die Möglichkeit, vor Ort gestalten zu können, bereite ihm nach wie vor viel Freude.
Die Unterrichtsstunde verging wie im Fluge, sodass gar nicht alle Fragen beantwortet werden konnten. „Ihr wart aber sehr gut vorbereitet“, lobte Schmidt die Schüler der 6a.
„Ich freue mich sehr, dass sich Herr Bürgermeister Schmidt die Zeit genommen hat, den Schülern Rede und Antwort zu stehen. Der Lehrplan an Gemeinschaftsschulen sieht in Klasse 6 die Behandlung kommunalpolitischer Frage- und Problemstellungen vor. Durch Expertenbefragungen, wie der Bürgermeister-Fragestunde, erfahren die Schüler Dinge, die nicht im Lehrbuch stehen und beschäftigen sich so noch intensiver mit der Politik vor Ort. Dies ist heute wichtiger denn je, denn die Kommunen sind die Keimzellen der Demokratie und Demokratie braucht gut informierte Bürger“, so Lehrer Jan Kohlhaas.
Auch Schulleiter Dr. Eric Planta bedankte sich für die Bereitschaft des Bürgermeisters, aus erster Hand über seine Arbeit zu berichten: "Unsere Schule ist eine offene Schule. Wir ermöglichen lebendiges Lernen und gehen bewusst neue Wege, um die Kompetenzen unserer Schüler nachhaltig zu fördern. Insofern passt die Bürgermeister-Fragestunde ideal in unser pädagogisches Konzept."

Lehrfahrt zum Konzentrationslager Natzweiler/Struthof

-Ein Ausflug in die Hölle!-

Kürzlich unternahm unsere Klasse 10a in Begleitung unserer Geschichtslehrerin Frau Stein eine Lehrfahrt zum Konzentrationslager Natzweiler/Struthof.

Kurz vor der Grenze stieg unser Reisebegleiter Axel Brück zu, der uns die Geschehnisse in dem 1941 errichteten Arbeitslager der Nationalsozialisten, näherbrachte.

Das in den Vogesen liegende Konzentrationslager, das wir gegen 11 Uhr erreichten, war aufgrund der Brutalität der Aufseher und der harten Arbeit im anliegenden Steinbruch sehr gefürchtet.

Bevor die Nationalsozialisten dieses Gebiet zu einem Ort des Schreckens verwandelt hatten, waren der Struthof und das anliegende Hotel als Reiseziel, besonders in der Ski-Saison sehr beliebt. „Bereits als wir aus dem Bus ausstiegen, und mein Blick über den mit weißen Kreuzen übersäten Friedhof und das flammenförmige Mahnmal fiel, überkam mich ein Gefühl des Schreckens!“, so Lea Schäfer.

Nach der Besichtigung des nahe gelegenen Steinbruches, in dem viele Deportierte ihr Leben lassen mussten, durchschritten wir das zweifach umzäunte und früher unter Strom gesetzte Eingangstor. Herr Brück führte uns anschließend in das Krematorium und das Lagergefängnis.

Dort durften drei Freiwillige sich in eine von fünf ein Meter fünfzig hohe und ein Meter tiefe Zelle begeben, um dort für einige Minuten zu verweilen. 

„Man kann darin weder stehen noch sitzen und zu dritt ist es erst recht unmöglich nur den Arm zu bewegen.“, berichtet Moritz Schorr nach seinem Erlebnis. Tatsächlich, so wie uns Herr Brück später berichtete, mussten früher bis zu drei Gefangene in den eigentlich als Heizanlage vorgesehene Zellen  verharren. Jedoch ist kein Gefangener des KZ bekannt, der diese Prozedur überlebt hat.

Nach diesen erschreckenden Eindrücken, einem Rundgang durch das Museum und einem Blick in die Gaskammer (die ehemalige Küche des Hotels Struthof) verließen wir gegen 17 Uhr den Ort, an dem tausende Menschen ihr Leben lassen mussten, nur aufgrund ihrer Religion oder Einstellung!

Auf dem Weg in Richtung Heimat ließen wir die Bilder und Erlebnisse bei einem gemeinsamen Abendessen mit Flammkuchen ausklingen und tauschten unsere Gedanken über diesen Tag mit unserer Lehrerin aus.

Gegen 20 Uhr erreichten wir schließlich wieder unsere Schule in Theley.

„Die Eindrücke mögen zwar erschütternd sein, dennoch ist es wichtig uns mit der Vergangenheit vertraut zu machen und daraus zu lernen, damit so etwas nie wieder vorkommen wird!“,erklärte Frau Stein nach unserem Ausflug!

Achtklässler besuchen Gerichtsverhandlung

Einen Sozialkundeunterricht der besonderen Art erlebte die Klasse 8a der Erweiterten Realschule am Schaumberg. In Begleitung ihrer Klassenlehrerin Miriam Rienkens machten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Weg nach Saarbrücken, wo sie im Amtsgericht einer öffentlichen Verhandlung beiwohnen durften. „Im Lehrplan der Klassenstufe 8 ist die Unterrichtseinheit „RECHT“ vorgesehen. Was liegt näher, als sich vor Ort über die Merkmale eines Rechtsstaates zu informieren?“, freut sich Schulleiter Friedbert Becker über die gelungene Lehr-fahrt. Miriam Rienkens fügt dem hinzu, dass die Achtklässler neben dem Ablauf einer Gerichtsverhandlung auch den Unterschied zwischen einem Straf- und einem Zivilprozess erleben durften.

Gespannt verfolgten die Theleyer das Geschehen. Es ging um schwere Körperverletzung, also ein Gewaltverbrechen, mit drei Angeklagten und vielen Zeugen. Anna Besch fand die Zeugenvernehmungen sehr interessant. Klassenkamerad Michael Munz ergänzt:“ Die Verhandlung war spannend und wir haben gesehen, wie so eine Gerichtsverhandlung abläuft. Da die Geschehnisse, die verhandelt wurden, schon so lange zurück lagen, konnten sich die Zeugen aber nicht mehr an alles erinnern.“ Rouven Schank war überrascht von den Sicherheitsmaßnahmen im Amtsgericht Saarbrücken. Carina Caspar fand es am spannendsten, als ein Angeklagter selbst als Zeuge aussagte. Da dieser bereits wegen eines anderen Vergehens in der JVA Ottweiler einsitzt, wurde er als Zeuge gehört. Alles in allem bewerteten die Schülerinnen und Schüler ihre Lehrfahrt sehr positiv.

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